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Woche 4: super crosses Knusper-Knäckebrot

Heute gibt was für die ganze Familie: dieses Knäckebrot bietet Euch Kindern (und allen anderen Bäckern) ordentlich was zu tun. Denn das Geheimnis ist, dass es gaanz dünn ausgerollt wird. Das gelingt richtig gut, wenn Ihr das zwischen zwei Lagen Backpapier, die Ihr vorher mit Speiseöl eingepinselt habt, tut. Da bleibt nichts an der Teigrolle hängen und Ihr könnt wirklich alles geben. Bei mir war es gestern nur noch 1 -2 Millimeter dick (dünn!) und wird im Ofen auch schnell fertig. Wenn das Backpapier auf der Arbeitsplatte rutscht, hilft etwas Wasser auf der Arbeitsplatte. Ihr könnt es vor dem Backen schon in Stücke schneiden – wir brechen es nach dem Backen einfach in Stücke.

Es hat am besten geklappt, wenn mein Ofen ca. 150 Grad Umluft hat. Achtung! Jeder Ofen ist ein bisschen anders, deswegen schaut nach den ersten zehn Minuten immer mal nach, damit es die richtige leichte Bräunung kriegt. Vor dem Backen habt Ihr das obere Backpapier wieder abgezogen. Wenn die Kanten die erste Bräune bekommen, nehme ich das Backblech raus, drehe das Brot und ziehe das unter Backpapier auch noch ab, damit es richtig knusprig wird.

So bekommt Ihr ruck-zuck ein ganz dünnes Knäckebrot, das Ihr mit einem Dip und Rohkost oder hauchdünnem Aufschnitt genießen könnt. Aber ehrlich gesagt, ist es ein super Knuspersnack, den man beim geselligen Spieleabend knabbern kann, wenn es so lange hält. In einer gut verschlossenen Dose behält es lange seinen „Crisp“.

Eine neue Struktur finden

Es ist eine Mischung aus einer langsam einsetzenden Ruhe, weil wir uns schon an einiges gewöhnt haben und einer steten Unruhe, weil fast täglich wieder etwas Neues auf uns zukommt. Zum Beispiel für die Familien mit Schulkindern: kaum hat man sich ans zu Hause lernen gewöhnt, da kommen die Osterferien. Wie schafft man jetzt Osterferien mit Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperre? Jetzt fällt die Zeit, die die Kinder mit den Schulaufgaben verbracht hatten, weg und sie brauchen mehr Beschäftigung von unserer Seite. Hilfreich ist es, sich hinzusetzen und den Tagesablauf einmal durch zu denken. Ist es vielleicht günstig, zu einer bestimmten Zeit aufzustehen, weil es sonst abends immer später wird und gar keine Zeit mehr für die Eltern alleine ist? Wann wird gekocht und gegessen? Gemeinsame Mahlzeiten bieten eine gute Tagesstruktur und sorgen für eine regelmäßige Energieversorgung.

Wie kann Bewegung für die Kinder stattfinden ? Das Wetter macht es uns da im Moment leicht, regelmäßig etwas anzubieten. Ob die Runde um den Block, durch den Wald, Radfahren (oder gemeinsam die Räder erst mal wieder fit machen wie wir) oder Skaten – rauskommen und sich bewegen tut gut – nicht nur den Kindern! Und es tut gut, einfach mal raus zu kommen.

Wann werden die Hausarbeiten erledigt und wie können die auf alle Mitglieder aufgeteilt werden? Kinder können hier auch neue Fertigkeiten lernen und wir haben jetzt Zeit, es ihnen in Ruhe zu zeigen, auch zwei oder drei Mal.

Das gilt auch für das Kochen und Backen: die Mahlzeiten planen, die Kinder mit einbinden, dann hat man Beschäftigung, Lernen und die Erledigung von Arbeiten unter einen Hut gebracht. Drei Fliegen….. Das macht ihnen besonders Spaß, wenn sie mit entscheiden und auch Vorschläge machen dürfen. Mal selber gute Rezepte suchen oder ausdenken… Wenn die dann aufgehoben werden, gibt es ein neues Familien-Kochbuch, das kunterbunt aussehen darf und eine positive Erinnerung an diese Zeit sein kann. Ein guter Titel muss ausgedacht werden, ein Deckblatt gestaltet und schon ist wieder ein Vormittag oder Abend gut verbracht.

Ein Rezept für hauchdünnes Knäckebrot, das richtig „Crisp“ hat, gibt es daher am Montag unter „Rezepte“. Daran können die Kinder sich austoben und erschaffen eine gesunde Knabberei oder Beilage zu Suppen und Eintöpfen.

Etwas zu erschaffen, zu produzieren, sich an dem Ergebnis zu erfreuen, sind Dinge, die uns gut tun. Eine neue Routine, ein Plan für den Tag, regelmäßige Abläufe, sind besonders für Kinder wichtig, denn das gibt Halt und Sicherheit in dem ganzen Trubel um und herum. Nicht nur für die Kinder…….

aktuelle Informationen für meine Klienten

Stand 18. März 2020

Die Stadt hat ihre Maßnahmen in Bezug auf den Umgang mit dem neuen Virus bekannt gegeben. Die Bergische Volkshochschule hat den Betrieb bis zu den Osterferien eingestellt. Der Start des Gewichtsreduktionskurses wird vorerst auf Donnerstag, den 23.04.2020, also nach den Osterferien, verschoben. Die Teilnehmer des jetzt laufenden Kurses erhalten die Unterlagen und die Teilnahmebescheinigung im Laufe der Woche per Post.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung in Deutschland stelle ich den Beratungsbetrieb zur Überbrückung ganz auf Telefon und Skype um. So kann Ihr Termin problemlos und ohne gesundheitliche Risiken wahrgenommen werden. Ich habe schon zahlreiche Beratungen telefonisch und online durchgeführt und das funktioniert wunderbar.

Ihr Termin findet zur vereinbarten Zeit statt. Ich werde Sie im Vorfeld kontaktieren, vorzugsweise per E-Mail, um die Bedingungen individuell mit Ihnen zu besprechen.

Ich sende Ihnen vorab die geplanten Unterlagen zu, damit sie Ihnen zum Gespräch vorliegen. So bleibt für Sie die gewohnte Qualität erhalten und wir können einen Teil Normalität in dieser dynamischen Zeit aufrecht erhalten.

Denn: uns in eine möglichst stabile gesundheitliche Situation zu bringen, ist das, was wir alle tun können. Wir entscheiden, ob wir diese Krise als Problem oder als Herausforderung sehen. Nehmen wir die Herausforderung an und machen wir das Beste daraus!

80 % des Immunsystems sitzen im Darm! Also: Immunsystem stärken, Vorerkrankungen reduzieren, die Zeit gut nutzen.

Auch ich möchte einen Beitrag leisten, um Ihnen die vor uns liegende Zeit möglichst angenehm zu gestalten.

Daher wird es vorerst immer montags ein neues Rezept auf meiner Homepage geben – immer situationsangepasst (Wie beschäftige ich meine Kinder? Was kann ich aus Resten zaubern? Endlich Zeit zum Kochen!) Hier ist etwas, das Sie aktiv tun können. Das tut Körper und Seele gut und gibt Sicherheit.

Was hat Corona mit unserer Ernährung zu tun?

Wir wissen noch nicht, was uns in diesem Jahr erwartet, aber das neue Corona-Virus rumpelt jetzt schon ganz schön durch unser gewohntes Leben. Unsicherheit ist doch das, was viele von uns spüren. Unsicherheit und Machtlosigkeit.

Dagegen wollen wir etwas tun, und weil es uns hilft, irgendetwas zu tun, werden zum Beispiel Vorräte zu Hause angelegt. Beim Herrn vor mir an der Kasse im Supermarkt entlud sich dieses Gefühl übrigens nicht im Kauf von Nudeln, Gulaschsuppe und Klopapier, sondern der Wagen war voller Kekse und Chipspackungen. Jeder sorgt auf seine Weise „gut“ für sich.

Aber wir sind nicht hilflos und wir können durchaus etwas tun. Denn wir können uns wappnen für den Fall, dass es uns erwischt. Wenn wir ein gutes Immunsystem haben, dann wird unser Körper eine Infektion besser bewältigen. Also können wir die Zeit nutzen und unsere Seele und unseren Körper in eine möglichst gute Lage versetzen:

80 % unseres Immunsystems sitzen im Darm! Eine ausgewogene Ernährung mit einem hohen Anteil an frischem Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, wenig Fast Food und Snacks, möglichst naturbelassenen Eiweißlieferanten und eher pflanzlichen Fetten und Ölen hilft, stärkt unser Abwehrsystem.

Damit können wir uns in die bestmögliche Position bringen und auch ein bisschen dieses Gefühl der Machtlosigkeit und Angst verlieren. Wir können Corona statt als Bedrohung auch als Aufgabe, als Herausforderung sehen. Also: Es gibt immer was zu tun!

Darmwellness: so geht das!

Nachdem jetzt klar ist, dass viele Gründe dafür sprechen, unserem Darm etwas Gutes zu tun, kommt jetzt der praktische Teil: nan kann etwas Ruhe ins Leben einkehren lassen, sich Zeit für das Essen nehmen, möglichst frisch kochen mit wenig Zusatzstoffen, ausreichend trinken, den Zucker- und Alkoholkonsum reduzieren, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Ich möchte mich hier auf zwei Punkte konzentrieren, die direkt mit Essen und Trinken zu tun haben: nämlich Probiotika und Präbiotika.

Probiotika („für das Leben“)

das sind erwünschte lebende Bakterien, z.B. Bifidobakterien, Lactobazillen. Sie können wir regelmäßig über die Ernährung zu uns nehmen und so die Besiedlung immer wieder positiv beeinflussen.

Sauermilchprodukte, naturbelassen, wie Joghurt, Kefir, Buttermilch milchsaures Gemüse wie Sauerkraut, rheinische Schnippelbohnen fermentierte Soja-Produkte wie Tofu, Miso, Tempeh

man kann Probiotika auch als Nahrungsergänzungsmittel eine Zeit lang zu sich nehmen, aber einerseits besteht hier noch viel Forschungsbedarf und andererseits ist durch das Essen und Trinken eine langfristige Zufuhr einfacher.

Präbiotika („vor dem Leben“)

das ist quasi das Futter für die Bakterien, die wir fördern wollen. Das sind

Ballaststoffe aus frischem Gemüse, Obst und Vollkornprodukten (Ballaststoffe sind Pflanzenbestandteile, aus denen unser Darm keine Energie ziehen kann, quasi „unverdaulich“), besonders beliebt sind diese:

Inulin: Spargel, Chicorée, Schwarzwurzel, Zicchorienkaffee, Artischocke, Oligofruktose: Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, grüne Bananen , Polyfruktose: Hafer, Vollkorngetreide, Resistente Stärke: beim Abkühlen kristallisierte, nicht verdauliche Stärkemoleküle, z.B. abgekühlte Kartoffeln, Nudeln, Reis

So, jetzt können wir uns alle etwas Gutes tun, indem wir diese Lebensmittel häufig in den Speiseplan einbauen! Anregungen dazu findet Ihr unter „Rezept des Monats“

Darmwellness -was bringt mir das? / Ein bisschen Werbung für den Darm

Dieses Wort kommt auf meiner Homepage öfters vor – warum sollen wir unserem Darm eine Wellnesspackung zukommen lassen, das ist doch nur unser Verdauungsrohr! Irrtum. Überall im Darm, aber vor allem im Dickdarm, leben Bakterien, mehr als wir uns vorstellen können (allein ein Gramm unseres Stuhlgangs enthält mehr Bakterien als wir Menschen auf der Erde sind). Eine eigene Mikro-Welt ist das. Und die leben quasi mit uns großem Mensch zusammen und wir beeinflussen uns gegenseitig. Die meisten sind gut für uns und wollen verhätschelt werden, damit sie bleiben: Das Sofa muss bequem sein, die Nachbarn nett, und das Essen muss stimmen.

Warum sollen wir uns da Mühe geben? Statt alle Gründe aufzuzählen, will ich drei ein bisschen erklären:

Weil die Bakterien im Dickdarm Stoffe, die wir nicht im Dünndarm nicht aufnehmen konnten, verarbeiten und dabei kommt Zeugs heraus, das unser großer Körper sehr gut brauchen kann: zum Beispiel liefern sie Energiefutter für die Darmzellen, damit diese schützenden Schleim und wichtige Botenstoffen produzieren können. Es gibt auch Gärtner: Eine ganz wichtige Sorte (faecalium prausnitzii) raspelt zum Beispiel alten Darmschleim ab und dann bilden die Darmzellen neuen Schleim, der dann für eine dichte Darmwand sorgt, damit keine unerwünschten Stoffe in den Körper eindringen können. Das ist ein bisschen wie Rasen mähen und der neue dichte Schleim“Rasen“ bietet Schutz vor Allergien, Infekten, aber auch Darmentzündungen. Und wir wissen ja, wie der Garten aussieht, wenn er nicht gepflegt wird.

80 % unseres Immunsystems sitzen im Darm und das wird von den Bakterienprodukten befeuert. Sie produzieren Stoffen, die unsere Immunzellen fördern. Und noch besser: der Bakterien-Bus: wenn ein Bus schon mit lauter guten Bakterien besetzt ist, ist einfach kein Platz mehr, wo sich Krankheitserreger hinsetzen können – die müssen dann draußen bleiben.

Wichtig ist auch das sogenannte Darmhirn, das über das Rückenmark viel Kommunikation mit dem Gehirn (Kopfhirn) betreibt. Das sind über 100 Millionen Nervenzellen, die im Darm sitzen. Es ist nicht nur so, dass im Kopf empfundene Angst im Darm zu Krämpfen oder Durchfall führen kann, sondern auch andersherum: wenn im Darm die Produktion z. B. von Tryptophan, das man für das Zufriedenheitshormon Serotonin braucht, steigt, kann auch mehr davon im Gehirn gebildet werden und wir fühlen uns wohler. Wenn die Bakterien noch mit dem Vernaschen unserer Ballaststoffe beschäftigt sind, produzieren sie Signalstoffe, die dem Gehirn melden: „Wir haben noch zu tun, unser Mensch braucht noch keinen Hunger!“ und wir fühlen uns länger satt.

Viele Gründe, warum es sich lohnt, den Darmbakterien ein schönes Zuhause, nette Nachbarn und gutes Essen zu bereiten. Was sie besonders lecker finden, schreibe ich beim nächsten Mal.

Mit einem guten Bauchgefühl durch die Weihnachtszeit

Das ist das Motto, unter dem ich zur Zeit viele Beratungen durchführe, egal ob zum Thema Übergewicht, Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Reizdarm.

Diese eigentlich besinnlich gemeinte Zeit stellt uns oft vor besondere Herausforderungen durch viele Termine, Kekse, Schokolade und Festessen und wird so für manchen zu einer echten Herausforderung. Hier sind ein paar Gedanken, die helfen können, dass es eine schöne Zeit wird:

Thema Weihnachtsfeiern: Muss ich da wirklich überall hin? Wie lange muss ich da hin? Üppiges Essen kann ich durch zusätzliche Bewegung ausgleichen oder durch kleinere Mahlzeiten drumrum. Auch hilft Planung, wie viel ich gut vertrage und was ich lieber weglasse. Wichtig: sich vorher ein paar Gedanken machen.

Thema Plätzchen backen: nur die halbe übliche Portion Teig zubereiten oder den Teig in drei Teile aufteilen und zwei davon einfrieren. Jeweils nur eine Portion frisch zubereiten. So riecht es drei Mal verführerisch nach Weihnachtsplätzchen, aber es gibt kein Vorratsproblem mehr.

Thema Weihnachtsfeiertage: bei vielen treffen üppige Mahlzeiten auf gemütliche Tage, also wenig Bewegung: Ausgiebige Spaziergänge (oder eine Einheit auf dem Trainingsgerät, das ich vor 2 Jahren zu Weihnachten bekommen habe…) können hier der Verdaulichkeit helfen und verbrauchen wieder die zusätzliche Energie und bringen den Kreislauf wieder in Schwung.

Und wir dürfen uns gerne häufiger die Frage stellen: Ist das wirklich wichtig?

solimed Gesundheitsakademie: Alarm im Darm – Reizdarm und Co.

Es ist wieder soweit: Unser jährlicher Vortrag im Forum der Bergischen Volkshochschule steht an: dieses Jahr informieren Frau Dr. Pracht-Seidenstücker und ich über die Diagnose, Symptome und Behandlung von Darmerkrankungen. Der Schwerpunkt liegt auf dem viel diskutierten Thema „Reizdarm“ – sehr belastend für die Betroffenen, langwierig zu diagnostizieren, aber durchaus gut zu behandeln, damit die Lebensqualität wieder steigt. Nach dem ca. einstündigen Vortrag ist noch Zeit für Ihre Fragen eingeplant.

Zeit: Montag, den 09. Dezember 2019, von 19.00 bis 20.30 h

Ort: Bergische VHS, Mummstr. 10, 3. Etage, im Forum

Der Eintritt für Sie ist frei.

Kochen und Klima schützen Teil 2

Also: die Aufgabe für das Kochevent war: vegetarisch, bio, regional kochen! So habe ich meine Rezepte zusammengestellt und machte mich an die Zutaten. Vegetarisch war kein Problem, aber bei machen Zutaten „bio“ und „regional“ oder auch nur „regional“ zu erfüllen , war aufwändig oder gar unmöglich. Regionale Vanille geht halt einfach nicht, also die dann maßvoll und in bio. Salz gibt es auch aus Deutschland, Pfeffer kann ich jetzt zu Hause als Topfpflanze kultivieren (Chili als Topfpflanze habe ich schon – geht auch manchmal)……

Aber dann stellte sich die Frage, ob ich nun wegen der Milchprodukte mit dem Auto extra nach Witzhelden zum regionalen Bauern fahre…… Ich hatte mich dagegen entschieden und dann festgestellt, dass es einige Produkte nun auch im gut sortierten Supermarkt hier in Solingen gibt – Erfolgserlebnis!

Bei der Anforderung „vegetarisch“ stieß ich unweigerlich auf Sojaprodukte. Es gibt zumindest einige Firmen, die Bio-Soja aus Süddeutschland, Österreich und Frankreich verarbeiten, das ist zwar nicht ganz regional, aber doch näher, als ich vermutet hatte.

Die Kursvorbereitung war insgesamt sehr zeitintensiv, mein Hirn und mein Internet qualmten von der vielen Recherche. Manchmal musste ich einfach einen Cut machen und eine Entscheidung treffen. Eine Veränderung des Verhaltens ist da auf jeden Fall ein Prozess und kann nicht mal eben so gemacht werden. Toll fand ich die Gespräche, die meine Aufgabe auch in der Familie angestoßen haben und der Schluss, dass ich „perfekt“ nicht schaffen werde, aber jede neue Gewohnheit ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Daher freue ich mich sehr, dass die Verbraucherzentrale NRW zusammen mit der Bergische Volkshochschule ab November eine Reihe Kochevents zum Thema Nachhaltigkeit anbietet. Ich übernehme dort das Kochen (und Einkaufen!) und wir können das Thema gemeinsam vertiefen und vor allem neue Impulse und Lösungen finden.

Den Flyer zur ersten Veranstaltung mit dem Titel „Kochen ohne Plastikmüll“ am Montag, den 4.11. 2019 um 17.00h gibt es hier

Ich esse total wenig und nehme trotzdem nicht ab! Teil 2

Nun ist meine Mikrostudie vorbei und ich kann ein Resümee ziehen:

Gestartet waren Anfang Juni fünf Teilnehmer und bis zum Ende im September hat davon ein Teilnehmer mitgemacht. Die Gründe für die Abbrüche waren: Schwierigkeiten mit der Technik (1) (es gehörte ja das Führen einer Ernährungs-App als Ernährungsprotokoll dazu), lange Abwesenheit durch Urlaub (1) und das Erkennen, dass die Motivation für diese Anstrengung nicht ausreichend ist (2).

Der Teilnehmer, der die Empfehlungen umgesetzt hat, hat im Zeitraum 6,3 kg abgenommen.

Was sind meine Erkenntnisse?

Wenn die Empfehlungen für längere Zeit wirklich konsequent umgesetzt werden (3 Monate), ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass doch Gewicht reduziert werden kann. Manchmal wurde das Essen und die Bewegung aus verschiedenen Gründen auch nicht so umgesetzt, wie anfangs besprochen.

Das Körpergewicht ist nicht immer eine mathematische Formel aus Energieaufnahme und Energieverbrauch. Bei manchen Teilnehmern waren andere Einflüsse, wie Medikamente, die hormonelle Situation oder die seelische Verfassung (bei anderen Klienten ist es z.B. ein chronisch hoher Stresslevel) groß. Hier muss zuerst an diesen „Schrauben“ gedreht werden, bevor der Körper Gewicht loslassen kann. Das hat sich hier noch einmal durch die lange und intensive Begleitung für mich bestätigt.

Jeder Mensch ist einzigartig, in seinem Stoffwechsel (wir haben verschiedene Gene, in unseren Bäuchen leben unterschiedliche Bakterien, wir haben verschieden viel Wasser- , Muskulatur- und Fettanteile) oder eben auch in der Motivationslage und den Gewohnheiten. Mit einer individuellen Begleitung, also einer Einzelberatung kann ich besser auf diese Einzigartigkeit eingehen und wir gemeinsam an den passenden Schrauben drehen.

Vielen Dank noch einmal an alle Teilnehmer, die mir dies ermöglicht haben, Zeit und Aufwand investiert haben (und zugelassen haben, dass ich Einblick in jeden Ihrer Bissen hatte!). Manchmal „machen wir wirklich alles richtig“ und müssen erst andere Themen angehen, aber manchmal gibt es auch noch einiges, was wir direkt verbessern können, damit die Kilos purzeln.