Dezember: Weihnachtsplätzchen backen – ein paar Tipps!

Alles hat zwei Seiten – auch dieses besondere Jahr. Viele haben mehr Zeit, Zeit für weihnachtliche Dekorationen oder zum Plätzchen backen. Ich finde, dass der Duft und die Gemütlichkeit, die wir oft damit verbinden, uns dieses Jahr besonders gut tun. Ich hatte das letzte Woche: es war ein ganz normaler Mittwoch, aber es war so früh dunkel und ich brauchte SOFORT dieses heimelige Gefühl und den Duft nach Zimt.

Damit wir auch in der Zeit des Backens und Genießens ein gutes Bauchgefühl behalten, habe ich heute kein konkretes Rezept, sondern ein paar Ideen rund ums Backen:

Oft machen den Menschen die Keksvorräte in den Dosen Probleme: sie rufen und winken! Es fühlt sich vielleicht am Anfang komisch an, aber man kann auch einfach mal die halbe Menge Teig machen.

Man kann auch bei vielen Keksteigen (z. B. Buttergebäck) einen Teil des Teigs einfrieren und beim nächsten Mal frisch backen, dann halt nur 2 Bleche statt 6. Ich mag daran auch, dass man nicht stundenlang in der Küche steht.

Wenn einem die produzierte Menge zu schaffen macht, kann man auch welche verschenken und jemandem eine Freude machen.

Oft kann man teilweise oder ganz Vollkornmehl verwenden, z.B. bei Berliner Brot. Immer wenn Nüsse oder Kakao eingesetzt werden, fällt Vollkornmehl gar nicht mehr groß auf, weil man es nicht sieht – und unserer Gesundheit tut es gut.

Man kann einen Teil des Zuckers durch einen Zuckeraustauschstoff wie Erythrit ersetzen, also z.B. ein Drittel oder die Hälfte. Besser nicht ganz, da knusprige Plätzchen den Zucker genau für die knusprige Konsistenz brauchen. Dann die Menge anpassen, da sie manchmal eine andere Süßkraft haben.

Man kann bei vielen Rezepten einfach mal langsam den Zuckergehalt etwas senken, man gewöhnt sich schnell an „weniger süß“. Ich würde hier die verwendete Menge auf dem Rezept notieren, um nächstes Jahr noch zu wissen, wie viel es letztes Jahr war. Wenn man stärker reduziert, braucht der Teig eventuell etwas weniger Feuchtigkeit.

Jeder sucht aus, welcher Tipp für einen selbst passen kann, aber was ich mir für Euch alle wünsche: schätzt diese Köstlichkeiten als Genuss! Sich hinzusetzten, sich die Zeit nehmen und sie langsam zu essen, wahrzunehmen, wie sie geschmeckt haben: ob mürbe oder knusprig, ob viel oder wenig Gewürze, ob groß oder klein, ob quietschsüß oder nicht, all diese Sinneswahrnehmungen. Dann bekommen die Weihnachtsplätzchen den Stellenwert, den sie verdienen: nämlich eine Spezialität, die Genuss und Freude bereitet. Dann braucht man auch weniger davon.

In diesem Sinne: Lasst es Euch schmecken und habt eine schöne Vorweihnachtszeit!