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Woche 4 1/2: noch schnell Hefe für Ostern machen!?

Dienstag, 07. April: Im Internet gibt es viele verschieden Rezepte, Hefe selber herzustellen: mit Trockenobst, aus einem Hefewürfel (den man noch hat!) oder mit Hefebier. Wir haben uns für Hefebier entschieden, weil uns eine Woche warten mit Trockenobst zu lange war und wir davon ausgehen wollen, dass man schon keine Hefe mehr hat. Weil dabei neben der Hefe auch andere Mikroorganismen wachsen können, ist das nicht geeignet für Schwangere oder immunschwache Personen. Gebäcke sollen keinen Biergeschmack haben, brauchen aber eine längere Geh-Zeit. Kein Problem, Zeit haben wir ja im Moment.

Also haben wir gestern ein naturtrübes Hefeweizen besorgt und die letzten lauwarmen 100 Gramm aus der Flasche (mit dem Bodensatz, so nutzen wir möglichst viel lebendige Hefen) mit den anderen Zutaten gemischt. Das sind 1 EL Weizen- oder Dinkelmehl und 1 TL Zucker. Das haben wir in einem leeren Joghurtglas sehr lange durchgeschüttelt, bis alle Klümpchen raus waren. Mehl und Zucker sollen nach ca. 15 Stunden die Bier-Hefepilze wieder so weit aktiviert haben, dass dieses Produkt einem Würfel Hefe entspricht. Das Glas soll bei Raumtemperatur, gerne etwas wärmer, stehen. Das Glas habe ich nicht fest verschraubt und lasse zwischendurch mal Luft dran. Das Gemisch kann man dann auch gut einige Tage im Kühlschrank aufheben, denn bei Kälte machen die Hefen lieber ein Nickerchen.

Also werden wir heute vormittag einen Vorteig aus 100 ml lauwarmem Wasser, 100 g Mehl und 1/2 TL Zucker ansetzen, um zu sehen, ob die Kerlchen weiter arbeiten und wir damit backen können. Wenn man mit einem Vorteig arbeitet, muss man die Flüssigkeits- und die Mehlmenge vom Rezept wieder abziehen.

Mittwoch, 08. April: Gestern haben wir Pizza gebacken, nachdem wir diesen Vorteig ca. zwei Stunden haben gehen lassen. Grundsätzlich hat es funktioniert! Ihr seht die Blasen, die da sind, die bedeuten, dass die Hefen arbeiten.

Geht für Pizza, aber ein Kuchen wäre damit nicht aufgegangen. Also gebe ich in das zweite Glas jetzt 2 x pro Tag einen gehäuften TL Mehl mit etwas Zucker, damit ich noch mehr Hefen bekomme, denn wir wollen schon einen Osterzopf backen. Der Test läuft am Freitag, damit wir bei Nicht-Gelingen noch auf eine Backpulver-Variante umsteigen können. Ich hoffe sehr, dass ich von einem positiven Ergebnis berichten kann.

Eine neue Struktur finden

Es ist eine Mischung aus einer langsam einsetzenden Ruhe, weil wir uns schon an einiges gewöhnt haben und einer steten Unruhe, weil fast täglich wieder etwas Neues auf uns zukommt. Zum Beispiel für die Familien mit Schulkindern: kaum hat man sich ans zu Hause lernen gewöhnt, da kommen die Osterferien. Wie schafft man jetzt Osterferien mit Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperre? Jetzt fällt die Zeit, die die Kinder mit den Schulaufgaben verbracht hatten, weg und sie brauchen mehr Beschäftigung von unserer Seite. Hilfreich ist es, sich hinzusetzen und den Tagesablauf einmal durch zu denken. Ist es vielleicht günstig, zu einer bestimmten Zeit aufzustehen, weil es sonst abends immer später wird und gar keine Zeit mehr für die Eltern alleine ist? Wann wird gekocht und gegessen? Gemeinsame Mahlzeiten bieten eine gute Tagesstruktur und sorgen für eine regelmäßige Energieversorgung.

Wie kann Bewegung für die Kinder stattfinden ? Das Wetter macht es uns da im Moment leicht, regelmäßig etwas anzubieten. Ob die Runde um den Block, durch den Wald, Radfahren (oder gemeinsam die Räder erst mal wieder fit machen wie wir) oder Skaten – rauskommen und sich bewegen tut gut – nicht nur den Kindern! Und es tut gut, einfach mal raus zu kommen.

Wann werden die Hausarbeiten erledigt und wie können die auf alle Mitglieder aufgeteilt werden? Kinder können hier auch neue Fertigkeiten lernen und wir haben jetzt Zeit, es ihnen in Ruhe zu zeigen, auch zwei oder drei Mal.

Das gilt auch für das Kochen und Backen: die Mahlzeiten planen, die Kinder mit einbinden, dann hat man Beschäftigung, Lernen und die Erledigung von Arbeiten unter einen Hut gebracht. Drei Fliegen….. Das macht ihnen besonders Spaß, wenn sie mit entscheiden und auch Vorschläge machen dürfen. Mal selber gute Rezepte suchen oder ausdenken… Wenn die dann aufgehoben werden, gibt es ein neues Familien-Kochbuch, das kunterbunt aussehen darf und eine positive Erinnerung an diese Zeit sein kann. Ein guter Titel muss ausgedacht werden, ein Deckblatt gestaltet und schon ist wieder ein Vormittag oder Abend gut verbracht.

Ein Rezept für hauchdünnes Knäckebrot, das richtig „Crisp“ hat, gibt es daher am Montag unter „Rezepte“. Daran können die Kinder sich austoben und erschaffen eine gesunde Knabberei oder Beilage zu Suppen und Eintöpfen.

Etwas zu erschaffen, zu produzieren, sich an dem Ergebnis zu erfreuen, sind Dinge, die uns gut tun. Eine neue Routine, ein Plan für den Tag, regelmäßige Abläufe, sind besonders für Kinder wichtig, denn das gibt Halt und Sicherheit in dem ganzen Trubel um und herum. Nicht nur für die Kinder…….

aktuelle Informationen für meine Klienten

Stand 18. März 2020

Die Stadt hat ihre Maßnahmen in Bezug auf den Umgang mit dem neuen Virus bekannt gegeben. Die Bergische Volkshochschule hat den Betrieb bis zu den Osterferien eingestellt. Der Start des Gewichtsreduktionskurses wird vorerst auf Donnerstag, den 23.04.2020, also nach den Osterferien, verschoben. Die Teilnehmer des jetzt laufenden Kurses erhalten die Unterlagen und die Teilnahmebescheinigung im Laufe der Woche per Post.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung in Deutschland stelle ich den Beratungsbetrieb zur Überbrückung ganz auf Telefon und Skype um. So kann Ihr Termin problemlos und ohne gesundheitliche Risiken wahrgenommen werden. Ich habe schon zahlreiche Beratungen telefonisch und online durchgeführt und das funktioniert wunderbar.

Ihr Termin findet zur vereinbarten Zeit statt. Ich werde Sie im Vorfeld kontaktieren, vorzugsweise per E-Mail, um die Bedingungen individuell mit Ihnen zu besprechen.

Ich sende Ihnen vorab die geplanten Unterlagen zu, damit sie Ihnen zum Gespräch vorliegen. So bleibt für Sie die gewohnte Qualität erhalten und wir können einen Teil Normalität in dieser dynamischen Zeit aufrecht erhalten.

Denn: uns in eine möglichst stabile gesundheitliche Situation zu bringen, ist das, was wir alle tun können. Wir entscheiden, ob wir diese Krise als Problem oder als Herausforderung sehen. Nehmen wir die Herausforderung an und machen wir das Beste daraus!

80 % des Immunsystems sitzen im Darm! Also: Immunsystem stärken, Vorerkrankungen reduzieren, die Zeit gut nutzen.

Auch ich möchte einen Beitrag leisten, um Ihnen die vor uns liegende Zeit möglichst angenehm zu gestalten.

Daher wird es vorerst immer montags ein neues Rezept auf meiner Homepage geben – immer situationsangepasst (Wie beschäftige ich meine Kinder? Was kann ich aus Resten zaubern? Endlich Zeit zum Kochen!) Hier ist etwas, das Sie aktiv tun können. Das tut Körper und Seele gut und gibt Sicherheit.

Was hat Corona mit unserer Ernährung zu tun?

Wir wissen noch nicht, was uns in diesem Jahr erwartet, aber das neue Corona-Virus rumpelt jetzt schon ganz schön durch unser gewohntes Leben. Unsicherheit ist doch das, was viele von uns spüren. Unsicherheit und Machtlosigkeit.

Dagegen wollen wir etwas tun, und weil es uns hilft, irgendetwas zu tun, werden zum Beispiel Vorräte zu Hause angelegt. Beim Herrn vor mir an der Kasse im Supermarkt entlud sich dieses Gefühl übrigens nicht im Kauf von Nudeln, Gulaschsuppe und Klopapier, sondern der Wagen war voller Kekse und Chipspackungen. Jeder sorgt auf seine Weise „gut“ für sich.

Aber wir sind nicht hilflos und wir können durchaus etwas tun. Denn wir können uns wappnen für den Fall, dass es uns erwischt. Wenn wir ein gutes Immunsystem haben, dann wird unser Körper eine Infektion besser bewältigen. Also können wir die Zeit nutzen und unsere Seele und unseren Körper in eine möglichst gute Lage versetzen:

80 % unseres Immunsystems sitzen im Darm! Eine ausgewogene Ernährung mit einem hohen Anteil an frischem Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, wenig Fast Food und Snacks, möglichst naturbelassenen Eiweißlieferanten und eher pflanzlichen Fetten und Ölen hilft, stärkt unser Abwehrsystem.

Damit können wir uns in die bestmögliche Position bringen und auch ein bisschen dieses Gefühl der Machtlosigkeit und Angst verlieren. Wir können Corona statt als Bedrohung auch als Aufgabe, als Herausforderung sehen. Also: Es gibt immer was zu tun!