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September: wunderbar herzhaft: vegetarische Frikadellenparty

Ab und zu mal klassische Fleischrezepte durch vegetarische Varianten auszutauschen fällt bei dem großen Angebot gar nicht schwer. Ihr könnt sie fertig kaufen oder selber machen – dann wisst ihr auch, was drin ist. Im Laufe der Zeit haben sich bei mir so viele Rezepte für Bratlinge/vegetarische Frikadellen/Burger angesammelt, dass ich sie jetzt einmal zusammengefasst habe.

Ihr könnt Euch je nach Thema die für Euch passenden Rezepte raussuchen.

Soo viele vegetarische Frikadellen 😊

A Gemüsefrikadellen : Schwerpunkt Gemüse: viel Gemüse, Quark, Ei, Haferflocken (das Rezept ist das zweite unten)

B Hüttentaler : Schwerpunkt Proteinversorgung: viel Hüttenkäse, Ei, Gemüse, Haferflocken, dieses Rezept findet Ihr hier

C Hanfburger : Schwerpunkt entzündungshemmend: viele Omega-3 Fette und veganes Protein (das Rezept hierzu gibt es im Oktober)

D Zucchinipuffer mit Joghurtsauce : Schwerpunkt leichte Mahlzeit: viel Zucchini, Ei, Mehl (das Rezept ist das dritte unten)

E Frikadellen/Burger-Tütenmischung mit Ei und Gemüse aufgepeppt: Schwerpunkt Zeit: geht schnell (Foto der Zutaten auf dem Rezeptblatt, Anleitung auch auf den Verpackungen)

F Frikadellen oder Hack-Bällchen aus veganem Hack und Kidneybohnen: raffiniert und schnell (unteres Foto + Rezept)

Mai: leichter Fleischsalat – geht auch gut vegetarisch

Bei Fleischsalat wäre ich früher nie auf die Idee gekommen, ihn selber zu machen. Der wird gekauft und ist bei uns immer mit „den brauche ich jetzt mal“ verbunden – und dem Gefühl einer Kalorienbombe.

Aber man kann auch diese entschärfen und so umgestalten, dass der gute Geschmack bleibt, jetzt aber mit weniger Fett, weniger Zucker und mehr Ballaststoffen als herkömmliche Produkte. Und wenn ich jetzt noch die Fleischwurst durch ein vegetarisches Ersatzprodukt austausche, dann kann ich Klima, Tiere und den Cholesterinspiegel schonen. Ich kann nur ermutigen, das mal auszuprobieren, denn es sind mittlerweile sehr gute, auch nicht stark verarbeitete Produkte (z.B. ein guter Räuchertofu) auf dem Markt. Und ich bin immer wieder beeindruckt, wie sehr die wenige Remoulade den Joghurt „mitwürzt“.

Es ist nicht viel Arbeit, ich kann nach meinen Vorlieben würzen (z.B. mit Dill) und, ehrlich gesagt, schmeckt selbstgemacht doch immer frischer!

Meal Prep: kann man gut abwandeln, z. B. mit frischer Paprika als richtigen Salat

To take away: unkompliziert zum Mitnehmen

April: Friséesalat mit Radieschen und Apfel (und Putenrouladen)

Dieses Rezept stammt aus der Zeit, als ich auch Kochkurse bei der Volkshochschule gegeben habe. Wichtig war, dass wir möglichst unterschiedliche Gerichte zubereiteten, also mal ein anderer Salat als der übliche gemischte . Einmal für das eigene Gefühl der Abwechslung, aber auch, weil wir über „buntes“ Essen alle verschiedenen Nährstoffe bekommen, die unser Körper braucht. Saison ist gerade für frische Salate vom Feld und Radieschen, die Äpfel können gerne von der letzten Ernte sein.

An das Salatrezept ist noch eine Idee für Putenrouladen angehängt, weil das eine gute leichte Kombination ist, aber aktuell würde ich den Salat mit Kichererbsen (gerne geröstet) oder Tofu( gerne paniert) zubereiten ( geht viel schneller, reduziert den Fleischkonsum, damit Entzündungstrigger und ist klimafreundlicher). Bei der Avocado ist eine aus Bio-Anbau zu bevorzugen, man kann sie aber auch durch Walnüsse oder ein Ei ersetzen, wie auf dem Rezeptfoto. So kann sich jeder eine Variante aussuchen, die zu ihm passt.

Wie Ihr die Kichererbsen rösten könnt, steht im Rezept „Fitnessbowl“ und viele Ideen für Tofu findet Ihr in der „Tofu-Challenge“. Wer die Radieschen und den Apfel nicht für das Dressing würfeln mag, der schneidet diese Zutaten einfach gröber. Wer keinen Frisée- oder Eichblattsalat da hat, kann auch einfach Eisberg- oder Feldsalat nehmen.

Meal Prep: den Salat kann man gut für den nächsten Tag abwandeln, z.B. mit Kichererbsen, wenn man das Dressing bis dahin noch separat lässt.

To Take away: Salate sind mit getrennter Sauce immer gut zum Mitnehmen

Februar: Blitz-Pizza – mal ein Lowcarb-Rezept

Ursprünglich hieß dieses Rezept Schüttelpizza, weil man alle Zutaten in eine Schüssel gab, Deckel drauf, feste schütteln und rauf aufs Backblech. Ich fand die Vorstellung mega, gerade auch mit Kindern. Auch wenn ich von dem Schütteln abgekommen bin, ist es immer noch eine blitzschnell zubereitete Pizza mit echt gutem Geschmack, wenig Kohlenhydraten, passabler Energiemenge, hervorragender Sättigung und guter Proteinversorgung.

Sie lässt sich auch gut aus der Hand essen, was ich bei Pizza wichtig finde. Eine Handvoll Rohkost gerne dazu knabbern.

Meal Prep: gut zum Einfrieren

To take away: gut zum Mitnehmen für Schule, Arbeit oder unterwegs

April: schneller Nudelauflauf

Ich habe mich oft gefragt, wie viel Flüssigkeit ich bräuchte, um in einem Auflauf die Nudeln direkt mit zu kochen und den Schritt des lästigen Vorkochens zu sparen. Als Ergebnis gibt es nun ein Rezept für einen Nudelauflauf, bei dem Ihr alle Zutaten nur noch roh in die Form gebt und dann in einem Schritt backt. Ich habe überlegt, den Titel „bequemer Nudelauflauf“ zu wählen, weil es ja vor allem um die Einsparung bei der Vorbereitungszeit geht, backen muss er schon noch die übliche Zeit. Aber „bequem“ klingt irgendwie nicht klar und so ist es wieder einmal ein „schnelles“ Gericht geworden.

Das Rezept ist mit ca. 460 kcal und 30 g Protein pro Person energiemoderat und eiweißbetont konzipiert. Wenn Ihr mehr Nudeln möchtet, dann bitte noch Flüssigkeit zugeben. 50 Gramm Nudeln saugen ca. 60 ml Flüssigkeit auf . Wir haben relativ feine Nudeln wie Dinkelspirelli genommen, die sind sehr gut durch geworden. Natürlich gibt es auch noch bei den Gemüsesorten Unterschiede: Champignons werden mehr Wasser lassen als Karotten, aber da sammelt Ihr mit Euren Lieblingssorten im Laufe der Zeit eigene Erfahrungen. Wer mag, kann den Auflauf natürlich noch mit Schinkenwürfeln oder geräuchertem Tofu ergänzen.

Meal Prep: man kann gut 2 Portionen machen und die Seiten mit Gemüsevarianten oder Käse/Schinken unterschiedlich gestalten und tiefkühlgeeignet

Mai: Blumenkohl-Hack-Pfanne mit Tomaten

hier kommt mal ein Rezept, bei dem der Reis durch fein gehackten Blumenkohl ersetzt wird. Dafür darf man hier mit dem Eiweißlieferanten, dem Hack (pflanzlicher oder tierischer Herkunft) etwas großzügiger sein. Obwohl dieses Gericht keine klassische Beilage enthält, hat man ordentlich was auf dem Teller und es sättigt gut.

Im Rahmen der generellen Entwicklung, ob aus gesundheitlicher Sicht oder fürs Klima: eine Reduktion des Fleischkonsums wird empfohlen. Wenn Ihr es noch nicht getan habt, probiert gerne mal vegetarische Hack-Alternativen aus, manche sind überraschend ähnlich dem tierischen Hackfleisch und in gemischten Pfannengerichten fügen sie sich richtig gut ein.

Ich lade das Rezept heute schon mal hoch..