Alle Artikel von Kathrin Marten

Mit einem guten Bauchgefühl durch die Weihnachtszeit

Das ist das Motto, unter dem ich zur Zeit viele Beratungen durchführe, egal ob zum Thema Übergewicht, Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Reizdarm.

Diese eigentlich besinnlich gemeinte Zeit stellt uns oft vor besondere Herausforderungen durch viele Termine, Kekse, Schokolade und Festessen und wird so für manchen zu einer echten Herausforderung. Hier sind ein paar Gedanken, die helfen können, dass es eine schöne Zeit wird:

Thema Weihnachtsfeiern: Muss ich da wirklich überall hin? Wie lange muss ich da hin? Üppiges Essen kann ich durch zusätzliche Bewegung ausgleichen oder durch kleinere Mahlzeiten drumrum. Auch hilft Planung, wie viel ich gut vertrage und was ich lieber weglasse. Wichtig: sich vorher ein paar Gedanken machen.

Thema Plätzchen backen: nur die halbe übliche Portion Teig zubereiten oder den Teig in drei Teile aufteilen und zwei davon einfrieren. Jeweils nur eine Portion frisch zubereiten. So riecht es drei Mal verführerisch nach Weihnachtsplätzchen, aber es gibt kein Vorratsproblem mehr.

Thema Weihnachtsfeiertage: bei vielen treffen üppige Mahlzeiten auf gemütliche Tage, also wenig Bewegung: Ausgiebige Spaziergänge (oder eine Einheit auf dem Trainingsgerät, das ich vor 2 Jahren zu Weihnachten bekommen habe…) können hier der Verdaulichkeit helfen und verbrauchen wieder die zusätzliche Energie und bringen den Kreislauf wieder in Schwung.

Und wir dürfen uns gerne häufiger die Frage stellen: Ist das wirklich wichtig?

Dezember: Schokokuchen in der Orange

Heute ist das Rezept mal nicht so kalorienbewusst wie sonst, aber ich fand die Idee und das Aroma einfach toll und ein Energieschub darf ja auch mal sein. Diese Kuchen kann man schön an Weihnachten als Dessert oder zum Kaffee anbieten. Wenn die Orangen klein sind und noch Teig übrig ist – einfach in Mini-Muffinförmchen backen und wie Pralinen reichen… und wenn noch Orangenstückchen und -saft übrig sind – die passen prima in den Rotkohlsalat vom letzten Mal.

Ursprünglich war dieses Rezept als Nachtisch zum Grillen gedacht, aber ich finde die Zutaten eher winterlich – geht natürlich auch beides….

solimed Gesundheitsakademie: Alarm im Darm – Reizdarm und Co.

Es ist wieder soweit: Unser jährlicher Vortrag im Forum der Bergischen Volkshochschule steht an: dieses Jahr informieren Frau Dr. Pracht-Seidenstücker und ich über die Diagnose, Symptome und Behandlung von Darmerkrankungen. Der Schwerpunkt liegt auf dem viel diskutierten Thema „Reizdarm“ – sehr belastend für die Betroffenen, langwierig zu diagnostizieren, aber durchaus gut zu behandeln, damit die Lebensqualität wieder steigt. Nach dem ca. einstündigen Vortrag ist noch Zeit für Ihre Fragen eingeplant.

Zeit: Montag, den 09. Dezember 2019, von 19.00 bis 20.30 h

Ort: Bergische VHS, Mummstr. 10, 3. Etage, im Forum

Der Eintritt für Sie ist frei.

November: Rotkohlsalat mit Mango und Erdnüssen

Jetzt ist Kohlsaison und das ist mein neues Lieblingsrezept mit Rotkohl. Vergangenes Jahr suchte ich nach neuen Zubereitungsarten für dieses Gemüse, das so viele positive Inhaltstoffe besitzt. Aber das motiviert auch nicht, wenn es dann zum dritten Mal in Folge Apfelrotkohl gibt. Deshalb bin ich froh, mittlerweile einige neue Rezepte gefunden zu haben, in denen Rotkohl auch echt gut roh durchgeht. Meinen Favoriten gibt es hier heute für Euch. Ich bereite den Salat gerne als Hautmahlzeit zu, denn er füllt den Magen, hält die Verdauung lange beschäftigt und pflegt unsere wichtigen Darmbakterien. Und die Erdnüsse darin finde ich einfach klasse – ein toller Kontrast. Und zum Variieren: mit Pistazienöl und gerösteten Pistazien oder mit Walnussöl / Walnüssen garniert. Oder mit Orange / Apfel statt Mango……… Und das Beste: die Farben !!!

Kochen ohne Plastikmüll

Am Montag den 04.11.2019 um 17.00 h findet die erste Veranstaltung aus der Reihe „Einfach nachhaltig Kochen und Genießen“ der Verbraucherzentrale NRW zusammen mit der Bergischen Volkshochschule statt.

Gemeinsam mit Julia Ogiermann von der Verbraucherzentrale beschäftige ich mich mit der drängenden Frage, wie wir mit der Plastikflut beim Kochen anders umgehen können. Frau Ogiermann bereitet vielfältige Denkanstöße, Informationen und Lösungen zu diesem Thema vor. Ich habe für Sie leckere, einfach nach zu kochende Rezepte dabei, wobei Planung und Einkauf diesmal ein zentraler Punkt sein werden und ich mich darauf freue diese Erfahrungen mit Ihnen zu teilen und zu diskutieren.

Wir kochen gemeinsam ein Menue aus Vorspeise, mehreren Hauptspeisen, Salat und Nachtisch, das wir dann gemeinsam an der großen Tafel genießen werden. Informationen zu Termin, Ort und Anmeldung finden Sie in diesem Flyer:

Kochen und Klima schützen Teil 2

Also: die Aufgabe für das Kochevent war: vegetarisch, bio, regional kochen! So habe ich meine Rezepte zusammengestellt und machte mich an die Zutaten. Vegetarisch war kein Problem, aber bei machen Zutaten „bio“ und „regional“ oder auch nur „regional“ zu erfüllen , war aufwändig oder gar unmöglich. Regionale Vanille geht halt einfach nicht, also die dann maßvoll und in bio. Salz gibt es auch aus Deutschland, Pfeffer kann ich jetzt zu Hause als Topfpflanze kultivieren (Chili als Topfpflanze habe ich schon – geht auch manchmal)……

Aber dann stellte sich die Frage, ob ich nun wegen der Milchprodukte mit dem Auto extra nach Witzhelden zum regionalen Bauern fahre…… Ich hatte mich dagegen entschieden und dann festgestellt, dass es einige Produkte nun auch im gut sortierten Supermarkt hier in Solingen gibt – Erfolgserlebnis!

Bei der Anforderung „vegetarisch“ stieß ich unweigerlich auf Sojaprodukte. Es gibt zumindest einige Firmen, die Bio-Soja aus Süddeutschland, Österreich und Frankreich verarbeiten, das ist zwar nicht ganz regional, aber doch näher, als ich vermutet hatte.

Die Kursvorbereitung war insgesamt sehr zeitintensiv, mein Hirn und mein Internet qualmten von der vielen Recherche. Manchmal musste ich einfach einen Cut machen und eine Entscheidung treffen. Eine Veränderung des Verhaltens ist da auf jeden Fall ein Prozess und kann nicht mal eben so gemacht werden. Toll fand ich die Gespräche, die meine Aufgabe auch in der Familie angestoßen haben und der Schluss, dass ich „perfekt“ nicht schaffen werde, aber jede neue Gewohnheit ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Daher freue ich mich sehr, dass die Verbraucherzentrale NRW zusammen mit der Bergische Volkshochschule ab November eine Reihe Kochevents zum Thema Nachhaltigkeit anbietet. Ich übernehme dort das Kochen (und Einkaufen!) und wir können das Thema gemeinsam vertiefen und vor allem neue Impulse und Lösungen finden.

Den Flyer zur ersten Veranstaltung mit dem Titel „Kochen ohne Plastikmüll“ am Montag, den 4.11. 2019 um 17.00h gibt es hier

Oktober: Schokoladenkuchen mit Zucchini

Jetzt kommt mein derzeitiger Lieblingskuchen: er erinnert an Brownies, aber das „Klitschige“ kommt nicht von großen Mengen Schokolade, sondern von der Zucchini, die ,fein gerieben, im Kuchen überhaupt nicht mehr sichtbar ist. Wenn man mit Kakao oder Nüssen backt, kann man super Vollkornmehl verwenden, ohne dass man groß merkt. Da auch noch Butter durch gesünderes Pflanzenöl ausgetauscht wurde, ist das hier keine „Sünde“ mehr, sondern darf gerne öfters genossen werden! Der Kuchen bildet eine schöne Verbindung vom Sommer (Zucchini-Massenernte) und Herbst (Kakao und Zimt – Gemütlichkeit). Beim nächsten Mal werde ich noch eingelegte Sauerkirschen mit einbacken, oder mal Birne ausprobieren……

November: Die Sauerkirschen waren der Hit, Rezept fest erweitert, ich habe ein ganzes Glas für diese Teigmenge genommen, gut abgetropft. Übrigens habe ich ausgerechnet, dass ein Stück Kuchen (bei 10 Stücken) auf nur 270 kcal kommt! Super auch zu Mitnehmen!

Ich esse total wenig und nehme trotzdem nicht ab! Teil 2

Nun ist meine Mikrostudie vorbei und ich kann ein Resümee ziehen:

Gestartet waren Anfang Juni fünf Teilnehmer und bis zum Ende im September hat davon ein Teilnehmer mitgemacht. Die Gründe für die Abbrüche waren: Schwierigkeiten mit der Technik (1) (es gehörte ja das Führen einer Ernährungs-App als Ernährungsprotokoll dazu), lange Abwesenheit durch Urlaub (1) und das Erkennen, dass die Motivation für diese Anstrengung nicht ausreichend ist (2).

Der Teilnehmer, der die Empfehlungen umgesetzt hat, hat im Zeitraum 6,3 kg abgenommen.

Was sind meine Erkenntnisse?

Wenn die Empfehlungen für längere Zeit wirklich konsequent umgesetzt werden (3 Monate), ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass doch Gewicht reduziert werden kann. Manchmal wurde das Essen und die Bewegung aus verschiedenen Gründen auch nicht so umgesetzt, wie anfangs besprochen.

Das Körpergewicht ist nicht immer eine mathematische Formel aus Energieaufnahme und Energieverbrauch. Bei manchen Teilnehmern waren andere Einflüsse, wie Medikamente, die hormonelle Situation oder die seelische Verfassung (bei anderen Klienten ist es z.B. ein chronisch hoher Stresslevel) groß. Hier muss zuerst an diesen „Schrauben“ gedreht werden, bevor der Körper Gewicht loslassen kann. Das hat sich hier noch einmal durch die lange und intensive Begleitung für mich bestätigt.

Jeder Mensch ist einzigartig, in seinem Stoffwechsel (wir haben verschiedene Gene, in unseren Bäuchen leben unterschiedliche Bakterien, wir haben verschieden viel Wasser- , Muskulatur- und Fettanteile) oder eben auch in der Motivationslage und den Gewohnheiten. Mit einer individuellen Begleitung, also einer Einzelberatung kann ich besser auf diese Einzigartigkeit eingehen und wir gemeinsam an den passenden Schrauben drehen.

Vielen Dank noch einmal an alle Teilnehmer, die mir dies ermöglicht haben, Zeit und Aufwand investiert haben (und zugelassen haben, dass ich Einblick in jeden Ihrer Bissen hatte!). Manchmal „machen wir wirklich alles richtig“ und müssen erst andere Themen angehen, aber manchmal gibt es auch noch einiges, was wir direkt verbessern können, damit die Kilos purzeln.

September: würzige Zucchini-Aubergine-Schnecken

Dieses Rezept hat bei uns sogar die begeistert, die sonst nicht so gerne gegartes Gemüse essen. Und da unsere Nachbarn dieses Jahr auch die Aubergine ganz regional erfolgreich gegärtnert haben, habe ich sie mit ins Rezept aufgenommen. Ihr könnt natürlich die Gemüsesorten ebenso wie die Käsesorten nach Eurem Geschmack abwandeln. Viel Vergnügen!

Kochen und Klima schützen Teil 1

Ich habe den Apfel gewählt, weil er ein Inbegriff des regionalen Obstes ist, oft gut lagerbar und sehr vielseitig in der Küche zu verwenden.

Weil die Erde uns Menschen nicht braucht, wir aber die Erde brauchen, und zwar so, wie sie jetzt noch ist, versuche ich, meinen Spielraum zu nutzen, um mit meinen Rezeptideen auch einen Beitrag zu leisten. Sicher werden in den Rezepte perfekt „klimaneutral“ sein. Bei einem Urlaub in England habe ich einen Spruch auf den Recycling-Tüten eines Supermarktes gelesen, der bei uns zu einem Familienmotto geworden ist:

Every Little helps!

Also sind meine Rezepte vorwiegend vegetarisch geprägt und ich lege Schwerpunkte auf regionale, saisonale Gemüsesorten. Zum Beispiel kommt demnächst eine Idee zu Rote Bete oder für Rotkohl, allerdings erst in Herbst und Winter. Im September erwarten Euch würzige Zucchini-Schnecken.

Im Moment bereite ich ein spezielles Kochevent : „veggie, regional & bio“ für die Bergische Volkshochschule vor und es erscheinen dabei ganz neue Fragen – und Antworten, z.B. zu den Themen Salz, Pfeffer, Muskat, Vanille, aber auch Sojaprodukte – ich halte Euch darüber auf dem Laufenden!