Alle Artikel von Kathrin Marten

Kochen ohne Plastikmüll

Am Montag den 04.11.2019 um 17.00 h findet die erste Veranstaltung aus der Reihe „Einfach nachhaltig Kochen und Genießen“ der Verbraucherzentrale NRW zusammen mit der Bergischen Volkshochschule statt.

Gemeinsam mit Julia Ogiermann von der Verbraucherzentrale beschäftige ich mich mit der drängenden Frage, wie wir mit der Plastikflut beim Kochen anders umgehen können. Frau Ogiermann bereitet vielfältige Denkanstöße, Informationen und Lösungen zu diesem Thema vor. Ich habe für Sie leckere, einfach nach zu kochende Rezepte dabei, wobei Planung und Einkauf diesmal ein zentraler Punkt sein werden und ich mich darauf freue diese Erfahrungen mit Ihnen zu teilen und zu diskutieren.

Wir kochen gemeinsam ein Menue aus Vorspeise, mehreren Hauptspeisen, Salat und Nachtisch, das wir dann gemeinsam an der großen Tafel genießen werden. Informationen zu Termin, Ort und Anmeldung finden Sie in diesem Flyer:

Kochen und Klima schützen Teil 2

Also: die Aufgabe für das Kochevent war: vegetarisch, bio, regional kochen! So habe ich meine Rezepte zusammengestellt und machte mich an die Zutaten. Vegetarisch war kein Problem, aber bei machen Zutaten „bio“ und „regional“ oder auch nur „regional“ zu erfüllen , war aufwändig oder gar unmöglich. Regionale Vanille geht halt einfach nicht, also die dann maßvoll und in bio. Salz gibt es auch aus Deutschland, Pfeffer kann ich jetzt zu Hause als Topfpflanze kultivieren (Chili als Topfpflanze habe ich schon – geht auch manchmal)……

Aber dann stellte sich die Frage, ob ich nun wegen der Milchprodukte mit dem Auto extra nach Witzhelden zum regionalen Bauern fahre…… Ich hatte mich dagegen entschieden und dann festgestellt, dass es einige Produkte nun auch im gut sortierten Supermarkt hier in Solingen gibt – Erfolgserlebnis!

Bei der Anforderung „vegetarisch“ stieß ich unweigerlich auf Sojaprodukte. Es gibt zumindest einige Firmen, die Bio-Soja aus Süddeutschland, Österreich und Frankreich verarbeiten, das ist zwar nicht ganz regional, aber doch näher, als ich vermutet hatte.

Die Kursvorbereitung war insgesamt sehr zeitintensiv, mein Hirn und mein Internet qualmten von der vielen Recherche. Manchmal musste ich einfach einen Cut machen und eine Entscheidung treffen. Eine Veränderung des Verhaltens ist da auf jeden Fall ein Prozess und kann nicht mal eben so gemacht werden. Toll fand ich die Gespräche, die meine Aufgabe auch in der Familie angestoßen haben und der Schluss, dass ich „perfekt“ nicht schaffen werde, aber jede neue Gewohnheit ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Daher freue ich mich sehr, dass die Verbraucherzentrale NRW zusammen mit der Bergische Volkshochschule ab November eine Reihe Kochevents zum Thema Nachhaltigkeit anbietet. Ich übernehme dort das Kochen (und Einkaufen!) und wir können das Thema gemeinsam vertiefen und vor allem neue Impulse und Lösungen finden.

Den Flyer zur ersten Veranstaltung mit dem Titel „Kochen ohne Plastikmüll“ am Montag, den 4.11. 2019 um 17.00h gibt es hier

Oktober: Schokoladenkuchen mit Zucchini

Jetzt kommt mein derzeitiger Lieblingskuchen: er erinnert an Brownies, aber das „Klitschige“ kommt nicht von großen Mengen Schokolade, sondern von der Zucchini, die ,fein gerieben, im Kuchen überhaupt nicht mehr sichtbar ist. Wenn man mit Kakao oder Nüssen backt, kann man super Vollkornmehl verwenden, ohne dass man groß merkt. Da auch noch Butter durch gesünderes Pflanzenöl ausgetauscht wurde, ist das hier keine „Sünde“ mehr, sondern darf gerne öfters genossen werden! Der Kuchen bildet eine schöne Verbindung vom Sommer (Zucchini-Massenernte) und Herbst (Kakao und Zimt – Gemütlichkeit). Beim nächsten Mal werde ich noch eingelegte Sauerkirschen mit einbacken, oder mal Birne ausprobieren……

Ich esse total wenig und nehme trotzdem nicht ab! Teil 2

Nun ist meine Mikrostudie vorbei und ich kann ein Resümee ziehen:

Gestartet waren Anfang Juni fünf Teilnehmer und bis zum Ende im September hat davon ein Teilnehmer mitgemacht. Die Gründe für die Abbrüche waren: Schwierigkeiten mit der Technik (1) (es gehörte ja das Führen einer Ernährungs-App als Ernährungsprotokoll dazu), lange Abwesenheit durch Urlaub (1) und das Erkennen, dass die Motivation für diese Anstrengung nicht ausreichend ist (2).

Der Teilnehmer, der die Empfehlungen umgesetzt hat, hat im Zeitraum 6,3 kg abgenommen.

Was sind meine Erkenntnisse?

Wenn die Empfehlungen für längere Zeit wirklich konsequent umgesetzt werden (3 Monate), ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass doch Gewicht reduziert werden kann. Manchmal wurde das Essen und die Bewegung aus verschiedenen Gründen auch nicht so umgesetzt, wie anfangs besprochen.

Das Körpergewicht ist nicht immer eine mathematische Formel aus Energieaufnahme und Energieverbrauch. Bei manchen Teilnehmern waren andere Einflüsse, wie Medikamente, die hormonelle Situation oder die seelische Verfassung (bei anderen Klienten ist es z.B. ein chronisch hoher Stresslevel) groß. Hier muss zuerst an diesen „Schrauben“ gedreht werden, bevor der Körper Gewicht loslassen kann. Das hat sich hier noch einmal durch die lange und intensive Begleitung für mich bestätigt.

Jeder Mensch ist einzigartig, in seinem Stoffwechsel (wir haben verschiedene Gene, in unseren Bäuchen leben unterschiedliche Bakterien, wir haben verschieden viel Wasser- , Muskulatur- und Fettanteile) oder eben auch in der Motivationslage und den Gewohnheiten. Mit einer individuellen Begleitung, also einer Einzelberatung kann ich besser auf diese Einzigartigkeit eingehen und wir gemeinsam an den passenden Schrauben drehen.

Vielen Dank noch einmal an alle Teilnehmer, die mir dies ermöglicht haben, Zeit und Aufwand investiert haben (und zugelassen haben, dass ich Einblick in jeden Ihrer Bissen hatte!). Manchmal „machen wir wirklich alles richtig“ und müssen erst andere Themen angehen, aber manchmal gibt es auch noch einiges, was wir direkt verbessern können, damit die Kilos purzeln.

September: würzige Zucchini-Aubergine-Schnecken

Dieses Rezept hat bei uns sogar die begeistert, die sonst nicht so gerne gegartes Gemüse essen. Und da unsere Nachbarn dieses Jahr auch die Aubergine ganz regional erfolgreich gegärtnert haben, habe ich sie mit ins Rezept aufgenommen. Ihr könnt natürlich die Gemüsesorten ebenso wie die Käsesorten nach Eurem Geschmack abwandeln. Viel Vergnügen!

Kochen und Klima schützen Teil 1

Ich habe den Apfel gewählt, weil er ein Inbegriff des regionalen Obstes ist, oft gut lagerbar und sehr vielseitig in der Küche zu verwenden.

Weil die Erde uns Menschen nicht braucht, wir aber die Erde brauchen, und zwar so, wie sie jetzt noch ist, versuche ich, meinen Spielraum zu nutzen, um mit meinen Rezeptideen auch einen Beitrag zu leisten. Sicher werden in den Rezepte perfekt „klimaneutral“ sein. Bei einem Urlaub in England habe ich einen Spruch auf den Recycling-Tüten eines Supermarktes gelesen, der bei uns zu einem Familienmotto geworden ist:

Every Little helps!

Also sind meine Rezepte vorwiegend vegetarisch geprägt und ich lege Schwerpunkte auf regionale, saisonale Gemüsesorten. Zum Beispiel kommt demnächst eine Idee zu Rote Bete oder für Rotkohl, allerdings erst in Herbst und Winter. Im September erwarten Euch würzige Zucchini-Schnecken.

Im Moment bereite ich ein spezielles Kochevent : „veggie, regional & bio“ für die Bergische Volkshochschule vor und es erscheinen dabei ganz neue Fragen – und Antworten, z.B. zu den Themen Salz, Pfeffer, Muskat, Vanille, aber auch Sojaprodukte – ich halte Euch darüber auf dem Laufenden!

Ich esse total wenig und nehme trotzdem nicht ab!

In diesem Juni konnte ich erstmals eine Mikrostudie mit fünf Teilnehmern starten, die genau dieses Problem kennen. Ich will mich damit aber nicht zufrieden geben, denn der Leidensdruck dieser Menschen ist oft sehr hoch. Wenn der Grundumsatz aus verschiedenen Gründen (z.B. Diäten, Medikamente) so erniedrigt ist, greifen die üblichen Maßnahmen zur Gewichtsreduktion nicht. Deswegen untersuche ich nun in einem Intensivprogramm, was passiert, wenn man eine bestimmte Energiemenge zu sich nimmt und bereit ist, seinen Lebensstil für drei Monate günstig zu verändern (Bewegung, Entspannung), also die Empfehlungen konsequent umsetzt.

Ich finde es super spannend zu erforschen, was dahinter steckt – oft können wir ganz viel über Bewegung erreichen, vielleicht ergibt die intensive Betreuung aber auch noch sogenannte „Diätfehler“, die bis jetzt noch nicht entdeckt wurden. Oder Essattacken oder besondere Ereignisse machen die Erfolge des Alltags immer wieder kaputt. Ich habe keine Erwartungen an den Ausgang dieser Studie, bin aber sicher, dass die Ergebnisse mein weiteres Arbeiten im Bereich Adipositas beeinflussen werden.

Und wen es interessiert: Im September werden an dieser Stelle einige Ergebnisse zu finden sein!

Juli: frische Sommerbrise – kalte Fruchtschorle

Heute kann ich mich nur dem Wetter anpassen und biete Euch ein Rezept an, wenn Ihr Geschmacksideen für Euer Wasser braucht: sehr einfach, sehr schnell (abhängig vom Tempo Eures Eisfaches!) und es macht einfach Spaß, wenn die Eiswürfel schmelzen und nach und nach immer mehr Geschmack und Frucht freigeben – und Euer Getränk bleibt wirklich lange kalt!

Juni: Gemüsebratlinge mit Tomatensauce

Dieses Rezept mag ich besonders, weil man einerseits sehr gut Gemüsereste („Was soll ich mit der halben Zucchini und dem bisschen Paprika jetzt anfangen ?“) verarbeiten kann und weil man ein oft schwer im Magen liegendes Gericht, nämlich Kartoffelpuffer, ganz einfach leichter gestalten kann. Das hängt aber auch von der Menge Fett ab, in der man sie brät!

Letztes Mal habe ich noch ein bisschen würzigen Schnittkäse unter die Bratlingsmasse gerieben, das geht auch gut. Dann braucht man gleich weniger Fett zum Ausbraten.

Und hier ist das Rezept zum Nachkochen: